„Sie machen weiter, sie hören nicht auf…“ Wenn es nach den selbsternannten Wirtschaftsweisen geht, dann erleben wir langfristig eine weitere Rentenkürzung. Laut diesem Gremium ist es „unausweichlich“, dass das Renteneintrittsalter noch einmal erhöht wird, und zwar im Jahr 2045 auf 68, und 2060 sogar auf 69. Man muss nicht viel Phantasie haben um zu sehen wohin das noch führen wird. Arbeiten bis in die 70er und noch höher ist also längst keine Utopie mehr.

 

 

Ohne eine weitere Verlängerung der Lebensarbeitszeit seien die Herausforderungen der alternden Gesellschaft (Stichwort Volkstod!) finanziell nicht zu meistern, betonte Wolfgang Franz, der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in diversen Systemblättern.

Aktuell ist es so, dass diejenigen, die nach 1947 geboren wurden, einen Monat länger arbeiten müssen. Für die Folgejahrgänge wird das dann stufenweise um jeweils einen Monat erhöht. Ergo: Die Vertreter der Jahrgänge 1964 oder später müssen damit bis 67 arbeiten und haben erst dann einen Anspruch auf ungekürzte Rente. Diese Änderung trat am 1. Januar 2012 in Kraft.

Die einzige Reaktion aus der Politik war die Frage ob es denn überhaupt möglich ist und ob es künftig genügend Arbeitsplätze für ältere Menschen gibt, ansonsten „führe das zu einer faktischen Rentenkürzung“, so Horst Seehofer, CSU-Vorsitzender. Blanker Hohn, denn was ist die Anhebung des Renteneintrittsalter schließlich anderes als das? Aber mit dem bundesdeutschen Volk kann man es ja machen. Hauptsache „Schland“ hat Fußballspiele gegen die Auswahl Brasiliens und der Niederlande gewonnen.  

Das einzige was Wolfgang Franz dazu erwidern konnte war:

„Angesichts des hohen Fachkräftebedarfs dürften sich die Beschäftigungschancen Älterer in der Zukunft merklich verbessern.“

Man vermisst irgendwie die Zeiten wo man noch mit Stil belogen wurde und sich wenigstens nicht ganz so offensichtlich für dumm verkauft fühlte. Norbert Blüm, beispielsweise, hatte mal gemeint, dass eines sicher wäre, nämlich die Rente, und Recht hat er gehabt. Denn er hat weder ein Alter genannt, noch wie lange sie sicher ist. Ergo: Keine nachweisbare Lüge. ;-)

Wir werden sehen wie es sich entwickelt und ob wir irgendwann bis 88 arbeiten müssen, aber dieser Umstand wird ja durch das Neusprech des „Sozialverträglichen Ablebens“ begünstigt, und zur Not erfindet man einfach wieder eine neue Grippe, verbindet diese mit einem Tiernamen (Pferd war unserer Meinung nach noch nicht dabei) und verkauft giftige und überteuerte Arznei.

So löst sich das Problem sicher auch. ;-)

Festzuhalten bleibt, dass der Aufschrei auch hier wieder einmal ausbleibt und außer einer Diskussion ob es möglich ist, und nicht etwa ob es zumutbar ist, beschäftigt man sich lieber mit einem herbei phantasierten „Terror von Rechts“ und hält so die Bunzels in Atem. Nichts neues also.

Brot und Spiele, hat im alten Rom funktioniert und funktioniert heute besser denn je.